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[Magazin ] Magazin über Webkultur und Computer

[ 26.  Sept. 2017 - 14:53:12 Uhr ]

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Willkommen beim German Computer Freaks Magazin, dem Magazin über's Internet, über Security, Entwicklungen, Computer und alles was man sonst noch so wissen sollte.
Wir befinden uns gerade in der Startphase, mit anderen Worten, wir haben noch wenige Artikel. Wir streben es auch nicht unbedingt an, ein großes eMagazine zu werden, aber wir wollen eine Plattform sein, die es unseren Membern erlaubt, aktuelle Entwicklungen kritisch zu hinterfragen bzw. zu kommentieren oder Ihrer sonstigen journalistischen Kreativität freien Lauf zu lassen.
Fragen oder Anregungen zum Magazin oder den Artikeln können entweder an Magazin@gcf.de oder den jeweiligen Autor direkt gerichtet werden.

My Two Cents Wie man den gemeinen User blendet
Genre: Kommentar - Datum: 17. November 2002 - Autor: DNode
Alles fing damit an, dass ich die neuste Ausgabe der c't in den Händen hielt und mir die Werbung von 1&1 Hosting ansah. Da wurde mit neusten technologischen Errungenschaften auf UNIX geworben, dinge die selbst unter absoluten Freaks noch ausgelacht wurden - cronjobs. Nun sind cronjobs keineswegs eine Erfindung von 1&1 Hosting und sie sind auch keineswegs was neues, aber das macht ja nichts, solange es bunt präsentiert wird, wird der Kunde es schon glauben. Da mich die bunten Seiten einfach zu stark ablenken, beschließe ich mir eine Sonnenbrille aufzusetzen. Ich lese also das kleine Heft und blätter vergnügt durch die Seiten, bis mein Blick auf die Rubrik 'Sicherheit' fällt. "[...] immer den neusten Browser benutzen [...]" Ein kurzer Blick auf das Bild daneben und mir wird klar, gemeint ist nicht der freundliche UNIX User von nebenan sondern ein Internet Explorer User der direkt aus der Hölle gekommen zu sein scheint. Der neuste Browser nützt aber auch nichts wenn das gute Stück per default offen wie eine Hafennutte ist, wenn Javascript und Active X ohne Nachfrage abgespielt werden - denn dann ist es egal ob ich mit meinen Internet Explorer online gehe oder die Festplatte in der Innenstadt deponiere.
Des Weiteren sollte auch ein erfahrener Windows User erkennen, dass neuste Software nicht unbedingt neue, nützliche Features mit sich bringt, in den meisten Fällen sind solche Minor Release nur für eine kleine Benutzergruppe interessant die bisher Probleme mit der alten Version hatten. Aber als Windows User ist es ja egal, Hauptsache neuste Version damit man im heimischen Kaff damit angeben kann, auch wenn die neue Version Bugs ohne Ende enthält - Hauptsache neu.
Dass das ein Großteil der User nicht interessiert, ist mir ein Rätsel, aber wahrscheinlich bin ich durch negative Erfahrungen sensibilisierter als sie, mit stolz geschwelter Brust betrat ich einst einen IRC Channel und brüstete mich damit, dass ich den neusten Kernel Branch installiert hatte - zwei Minuten später war ich offline. Ich vermutete, dass mein terroristischer Provider oder ein kleines Kind wieder meine Leitung gekillt hat, aber leider fand ich nichts. Stattdessen bemerkte ich wie meine Box immer langsamer wurde, meine load ging gegen unendlich und so machte ich einen Neustart - brachte nichts, root Partition Schrott.
Um wieder auf 'neue' Software zurückzukommen. Wesentlich interessanter wird die Entwicklung von Palladium sein, dem vertrauenswürdigen Computereinsatz. Von Microsoft erdacht als Kopierschutz für MP3, 'entdeckten' Microsoft Entwickler, dass es sich für viel mehr eignen könnte, denn in Kombination mit einem FRITZ Chip verwandelt es den PC zu einem waren Killer für Softwarepiraten. Software verweigert seinen Dienst, Musik lässt sich nicht abspielen wenn man keinen Key dafür hat und Dokumente lassen sich nicht öffnen. Schöne neue Welt. Wenn sich das durchsetzt - und das wird es, denn die Verpackung suggeriert Schutz der Privatsphäre - gute Erfindung, nur leider sollen wohl ein paar Organisationen eine Hintertuer bekommen - und Schutz vor Leuten die jemanden ausspionieren wollen. Schade, dass das nur von Microsoft ausgeht, denn auch ein Jahr nach der Einführung von WinXP wissen wir nicht was bei einer Online-Produkt-Aktivierung alles für Daten an die Server von Microsoft gehen.
Aber solange die Verpackung bunt genug ist, und Microsoft genug Geld hat um die Medien zu manipulieren - die uns ja schon genug manipulieren, werden sie den User Palladium schon schmackhaft machen.


The Other Side Of A Cent Wie man es auch sehen kann
Genre: Kommentar - Datum: 25. November 2002 - Autor: Viego
Nachdem ich diesen Artikel gelesen hatte, war ich irgendwie enttäuscht. Um die Einleitung mal aufzugreifen. Die Welt ist nicht schwarz – weiß. Man kann nicht so einfach eine klare Trennlinie zwischen Gut und Böse ziehen. Wir leben in einer Welt voller Fraben und auch Farben sprechen uns entsprechend an. Warum sonst haben wir Farbfernsehen? Oder warum unterstützt jede neuere Grafikkarte 32bit Farbtiefe? Und ebenso sieht es mit der Werbung aus – je bunter desto eher wird diese gelesen. Übrigens kenn ich genau dieses Verhalten von Flyeraktionen. Die bunten inhaltslosen werden angeschaut, die Schwarz-Weiß Kopien weggeworfen. Schließlich sprechen wir von einer Personengruppe, der man Informationen zukommen lassen will, die dies gar nicht wollen. Ich will gar nichts von 1&1 wissen. Oder - um dem Vorwurf der Schleichwerbung entgegen zu treten – von Strato und wie sie alle heißen.
Und übrigens glaube ich nicht, dass jeder weiß was ein cronjob ist. Es gibt Menschen die einen Computer benutzen und noch nie was von Linux gehört haben. Das ist natürlich für jeden halbwegs interessierten PC-Benutzer unverständlich. Was würde denn Vobis machen wenn es diese Menschen nicht gäbe? Hier ein kleines Beispiel aus der Preisliste.

Neuinstallation eines Betriebssystems – 49,- EUR
Kartenaufrüstung inkl. Treiberinstallation – 29,- EUR
(Vobis Denkzettel Nr25|2002)

Sind wir mal ehrlich. Wer gibt denn soviel für solch eine minimale Dienstleistung aus? Nun aber weiter im Text. „Der freundliche Unix User von nebenan“. Hm, gehört da auch der freundliche Linux User dazu? Falls dem so ist, sind das eher die freundlichen Schizophrenen von nebenan. Denn einerseits sollen die bösen Windows User ja auf Linux umsteigen, aber andererseits verhalten sich da manche Repräsentanten so freundlich wie ein Skinhead, dem man ne Flasche Bier an den Kopf geworfen hat. Denn wenn man seinen Chan schon #linux oder noch besser #linux.de nennt, so sollte man auch mit der Verantwortung umgehen, die man damit auf sich nimmt. Natürlich werden viele Linux Newbies blöde Fragen stellen. Aber niemand wird als Linux Guru geboren und zudem geht man so eben nicht mit seinen Mitmenschen um. Wenn ich die Verhaltensweisen der besagten Channel in die wirkliche Welt transferiere erkennt man das sehr schön. Ich stehe zum Beispiel in der Nähe eines Gebäudes mit einem Zeitgeber. Nun kommt jemand etwas unschlüssig auf mich zu und fragt mich nach der Uhrzeit. Ich würde ihm die Uhrzeit sagen und ihn freundlich darauf hinweisen, dass er die Uhrzeit auch an dem besagten Gebäude findet. Der Linux-Chan-Op würde sich eben anders verhalten. Er würde die arme Person erst mal anscheißen, warum er keine Uhr hat, dann ihm sagen, dass er mal schauen soll wo man die Uhrzeit wohl finden könnte und ihm dann noch eine reinhauen, damit der ihm bloß nicht wieder kommt. Er ist jetzt aus dem Chan gekickt und das Problem gelöst.
Aber worum es eigentlich geht, ist ja die Sicherheit der Betriebsysteme und der Browser im Speziellen. Natürlich will jeder einen sicheren Browser, sowie jeder auch ein sicheres Auto will. Aber deswegen kauf ich mir noch lange keinen Panzer. Denn wenn ich mir den Browser Vergleich im Linux Magazin 12/2002 ab Seite 40 anschaue, so wundert es mich nicht, dass viele Personen den IE vorziehen. Ich fahre halt schon gerne auf jeder Straße und über Brücken fahr ich vielleicht auch mal ganz gerne. Geht mit nem Panzer aber nicht immer. Für alldiejenigen, die den Test nicht gelesen haben: Die üblichen Linux Browser Galeon, Beonex, Konqueror, Mozilla, Netscape 4 und 7 und Opera sind eben etwas ärmlich. So können nicht alle üblichen Dinge wie HTML, XML, Java, Javascript und auch Flash ausgeführt werden. Natürlich sehen Mehr Flash als Fluch, als als Segen an. Aber trotzalledem muss ein gängiger Browser die Technik unterstützen. Ist so ähnlich wie die Traktionskontrolle bei ner Corvette. Gefällt nicht jedem aber evtl. kann man das Ding ja auch ausschalten. "Was hat das mit Sicherheit zu tun?" wird sich jetzt sicher manch jemand fragen. Was hat ein Gurt im Auto mit Komfort zu tun? Der Zusammenhang ist ganz klar, sobald die Sicherheit den Komfort einengt, agiert der gemeine Benutzer, um den es ja hier geht, irrational.
Und da komme ich genau zu dem Punkt, an dem ich beim Lesen des Artikels dachte „bin ich hier falsch?“. Da steht doch allenernstes, der Benutzer soll keine Patches und Updates installieren, denn die benutzt man ja nur zum Angeben „im heimischen Kaff“. Na ich weiß nicht aber irgendwie ist Win98 ohne Patch sehr superkod anfällig. Ebenso wie der gemeine Windows200/XP Rechner etwas empfindlich auf smbdie reagiert. Und der Schutz gegen solche Dinge ist reine Prahlerei??? In der Linux Welt wird doch wohl auch gepatcht was das Zeug hält. Und da fühlt sich ja gleich einer wie Gott, wenn er statt Apache 1.3.19 Apache 1.3.19b benutzt. Also mal ehrlich … Natürlich heißt es immer „never change a running system“, aber was ist denn die Definition von „running“? Heißt es, der Rechner läuft halt und fertig? Oder der Rechner läuft und die letzten bekannten Bugs sind behoben?
Und bevor das ganze wieder zu einer Linux-Windows Fehde wird: Man muss eben wie bereits angesprochen die Benutzer unterscheiden. Eine Sekretärin, die nur ein paar Briefe schreibt und dann sich einen Rechner für Zuhause zum Surfen kauft, wird eher Windows als Linux benutzen, da die Wahrscheinlichkeit, dass sie Windows installieren kann eben höher ist. Oder der Online-Gamer. Was soll er mit Linux machen? Er muss sich erstmal mit der Konfiguration von Linux rumschlagen, dann noch mit wine damit z.B. half-life läuft. Sobald es ein Linux gibt, das eben so einfach zu handhaben ist wie das Volks-Windows, werden Viele die Lager wechseln. Aber ich zum Beispiel habe auch keine Lust jedes kleine Tool selber zu compilieren und dann erstmal 10 Libs zu suchen, weil die eben notwendig aber nicht in meinem Standard Redhat vorhanden sind. Aber wenn man davon mal absieht so ist jede Monokultur schlecht, solange es Windows und Linux koexistent gibt können sich Würmer nicht ohne weiteres im Internet verbreiten. (Was macht Code Red unter Linux ;)). Übrigens steht Linux für die diversen unixartigen Derivate. Okay bleibt noch ein letzter Punkt. Palladium. Ich bin da einer Meinung mit DNode im Bezug, dass Palladium nicht so toll ist. Aber ehrlich gesagt bin ich mir nicht so ganz sicher ob ein solches Programm den erhofften Schutz gegen Raubkopien bietet. Jedes Spiel hat diese tolle Original-CD-Erkennung und wie viele gecrackte EXE Dateien fliegen denn im Netz rum? Ich vermute, dass ein findiger Cracker das Palladium Problem lösen wird. Und ehrlich gesagt finde ich das, wenn ich genauer darüber nachdenke, sogar gut. Die Personen, welche keinen Plan vom PC haben, müssen dann entweder für ihre Dummheit bezahlen (und zwar in Euro o.ä.) oder sie besorgen sich die entsprechenden Infos sprich den Crack. Desweiteren bekommt man in den mp3 Sharingnetzwerken inzwischen sowieso fast nur noch Müll. Was soll ich mit ner Radioaufnahme? Im Endeffekt kauf ich mir nachher dann doch lieber die CD ;). Wenn ich jetzt mal darüber hinwegsehe - wie könnte man gegen MS vorgehen? Im Prinzip gar nicht. Denn die freudigen Aldi PC- oder VolksPC- (und wie die Dinger alle heißen) Käufer sind nicht genügend informiert, als dass sie die Gefahr erkennen könnten. Ich würde sagen, wenn man sich in einer Stadt in die Einkaufspassage stellt und 100 Leute fragt, was Palladium ist, sind 90% vollkommen ahnungslos, 9% haben mal davon gehört und nur 1% weiß was es damit auf sich hat. Das hört sich jetzt vielleicht überheblich an, aber es ist eben die Realität. „Welcome to the real world“.

Über Kommentare würde ich mich freuen.

Viego
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